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Kennst Du das? Monat für Monat kommt die herbe Enttäuschung, wenn Du feststellst, dass Du wieder einmal nicht schwanger geworden bist – obwohl es das ist, was Du Dir am meisten wünschst und wofür Du alles mögliche getan hast? Und dann musst Du feststellen, dass es wieder einmal nichts gebracht hast – Du nicht schwanger geworden bist? Das ist furchtbar, nicht wahr? Das sind Momente, in den man nicht weiss, wo oben und wo unten ist. Fassungslosigkeit, Enttäuschung, Hilflosigkeit, Hoffnungslosigkeit, Einsamkeit… all‘ diese Gefühle greifen auf einmal von einem Besitz. Und noch schlimmer ist es, wenn Du das schon x Monate lang erlebt hast… irgendwann kumulieren sich diese Gefühle. Dann ist eben nicht nur die einmalige Enttäuschung der Hoffnung, der einmalige Rückschlag… sondern auf einmal ist das monatliche Leid so groß, dass es all‘ das Leid der letzten Übungszyklusse gleich mitbringt. Und was nun? Gibt es Hoffnung, dass die Enttäuschung irgendwann leichter zu ertragen ist? Ich meine schon!

In der neuen Ausgabe der Frauenzeitschrift EMOTION werde ich als Kinderwunsch Coach damit zitiert, dass der Abschied vom Kinderwunsch – also wenn die Entscheidung dafür gefallen war – die Heilungsphase nach der Trauerphase ist. Und das meine ich auch so: Psychologisch gesehen ist die Trauer ein Teil der Heilung. Dennoch glaube ich im speziellen Fall des unerfüllten Kinderwunsches und seinen besonderen, in kurzen Abständen (= 1 Zykluslänge = ca. 28 Tage) wiederkehrenden heftigen emotionalen Einschnitten, dass eben diese Trauer nicht direkt schon Teil der Heilung ist sondern sie (erst einmal) für sich alleine steht. Monat für Monat schwankst Du zwischen Hoffnung und Zuversicht und musst dann, so leid es mir tut, wieder in die Enttäuschung finden. Das ist der Moment der Trauer. Und diese Trauer begleitet Dich vermutlich durchaus einige Tage; wenn nicht sogar bis zum nächsten Eisprung; was immerhin knapp 2 Wochen sind.

Und hier genau liegt das Problem aus meiner Sicht: Wenn bspw. ein uns lieber Mensch stirbt (und ja, ich weiss, wie schlimm das ist), dann ist das ein einmaliges und oftmals schlimm-einschneidendes Erlebnis, das verarbeitet werden muss. Hier kennt die Psychologie eine Vielzahl von Erkenntnissen und Phasen, in denen der Umgang mit diesem Verlust beschrieben wird (einfach zum Bspw. mal „Phasen der Trauer“ googeln). Die psychologischen Phasen der Trauer bringen auch die Erkenntnis mit sich, dass irgendwann der Trauernde in ein neues Leben findet. Dies ist ein fortschreitender Prozess, der gelegentlich in Wellen (bzw. Rückschlägen; d.h. Rückkehr zu einer eigentlich schon überwundenen Phase der Trauer) verläuft.
Meine Einschätzung aus der Praxis des unerfüllten Kinderwunsches ist, dass die monatlichen, in kurzen Zeitabständen wiederkehrenden neuen Trauer-Impulse (= „nicht schwanger) uns in der Regel über einen langen, oftmals Jahre andauernden Zeitraum, daran hindern, zu verarbeiten und in den Phasen der Trauer voran zu kommen … … eben weil monatlich ein neuer Trauer- aber damit eben auch Hoffnungs-Anlass entsteht.

So hast Du in der Summe vielleicht das Gefühl der doppelten Trauer: 1. unerfüllter Kinderwunsch insgesamt (hier fällt aus meiner Sicht die Nicht-Erfüllung des Traumes wie aber auch alle psycho-sozialen anderen Facetten wie Einsamkeit, Verlust von Freundschaften etc. pp. hinein) und 2. die monatliche Nicht-Erfüllung der Hoffnung „in diesem neuen Zyklus klappt es bestimmt“.

Wenn wir monatlich – so paradox es klingt: durch die Hoffnung – wieder in der Verarbeitung der Trauer zurückgeworfen werden, was heißt das dann? Für mich hieß das in meiner Kinderwunsch-Zeit, die Jahre dauerte, dass die Hoffnung auf den nächsten Zyklus mich ein Stück weit darin gelähmt hat, den Kinderwunsch loszulassen und gehen zu lassen. Einfach, weil die Hoffnung da ist und immer da war. Weil ich wusste, wie alt ich bin und dass ich noch Jahre haben würde, bevor ich zu alt für eine Schwangerschaft werden würde. Und es ja genau der jeweils nächste Zyklus sein könnte, der endlich-endlich meinen Traum von einem Kind ermöglicht. In der Konsequenz habe ich jahrelang Monat für Monat durchgehalten, wieder Alles (reproduktionsmedizinische wie flankierende) versucht, wieder gehofft, wieder alles für die Erfüllung meines Traumes getan. Und dann kam – Monat für Monat – wieder die Enttäuschung. Und die Kumulation dieser Erfahrungen über Jahre hinweg hat mir damals die Lebensfreude geraubt – weil ich irgendwann nur noch in einer immerwährende Phase der Trauer mit kurzen Momenten der Hoffnung (und damit Auszeit von der Trauer) war. Und hier genau setze ich an, wenn ich sage, dass beim Kinderwunsch die Heilung oftmals erst dann beginnt, wenn die tatsächliche Entscheidung (auf allen Ebenen der Persönlichkeit!) gefallen ist, den Kinderwunsch zu verabschieden; ihm Lebewohl zu sagen… weil Du nicht mehr kannst. Weil Du keine Kraft mehr hast. Weil Du endlich wieder unbeschwert leben möchtest. Weil Du endlich wieder an ’normalen‘ Gesprächen teilhaben möchtest, ohne sie oberflächlich zu finden. Weil Du – ganz einfach – wieder LEBEN möchtest.

Mir und vielen anderen Betroffenen ging es beim dauerhaft unerfüllten Kinderwunsch so, dass es dann – nach der Entscheidung gegen weitere Versuche – quasi „nur“(ja, das klingt absurd!) noch die eine Sorte der Trauer, nämlich den Umgang mit dem Verlust des Traumes von einem Kind, gab. Und dieser Trauer konnte ich mich widmen; konnte meine gesamten „Wiederauferstehungskräfte“ (psychologisch: Resilienz) aktivieren und Schritt für Schritt durch die Phasen der Trauer gehen – bis irgendwann die Heilung und damit die Erkenntnis „es gibt auch ein glückliches Leben ohne Kind“ einsetzte. Ja, auch hier verlief die Verarbeitung in Wellen und manchmal musste ich mit Rückschlägen umgehen; aber insgesamt habe ich Stück für Stück wieder einen festen Stand auf dem Boden des Lebens und seinen schönen Seiten gefunden.

Heute kann ich sagen: Ich habe es geschafft und mein Leben neu ausgerichtet. Aber ich will es nicht verniedlichen: Es war ein langer, harter Weg und oftmals glaubte ich, ich würde ihn nicht bewältigen können. Aber es geht… es geht, wenn man mit der Trauer aber auch der Heilung umgehen lernt – und zwar in jeder Phase des unerfüllten Kinderwunsches.

Du weißt genau, was ich beschreibe? Du fühlst es auf all‘ Deinen Ebenen – rational wie emotional? Dann vermute ich, dass Du doch schon sehr lange auf dem Kinderwunsch-Weg bist. Dann vermute ich, dass Du schon viele Zyklen der Trauer und der Hoffnung und der wiederkehrenden Trauer durchgemacht hast. Jetzt machst Du gerade den Anfang: Indem Du diesen Blogbeitrag bis hier her gelesen hast. Indem Du verstehst, was bei Deiner Trauer passiert. Wenn Du das tief im Inneren fühlst und verstehst, dann bist Du schon einen entscheidenden Schritt weiter. Denn: Verstehen ist die Basis für Akzeptanz; auch für schlechte oder traurige Gefühle. Wenn Du aber mehr willst, dann frage ich Dich: Wie wäre es, wenn Du beginnst, diesem einem Standbein – dem Kinderwunsch -, auf dem Dein Fokus schon so lange liegt, ein weiteres Standbein hinzufügen?
Du weisst nicht wie? Oder Du würdest gerne, aber es klappt nicht? Ja, das verstehe ich – denn ich wusste es in der Zeit meines aktiven Kinderwunsches auch nicht; was habe ich alles versucht und wie viel habe ich gekämpft.
Erst heute als Kinderwunsch Coach habe ich sowohl die Erfahrung aus dem eigenen Erleben wie aber auch durch die Begleitung vieler Menschen, denen es so geht wie Dir (und mir damals) aber auch die fachliche Kompetenz, um hier mit Dir Wege zu entdecken, die Dir in Deiner individuellen Situation helfen können. Deshalb habe ich mich als Kinderwunsch Coach darauf spezialisiert, Menschen wie Dich dabei zu unterstützen, ihren Weg zu finden und zu gehen.
 Wenn Du magst: Melde Dich gerne bei mir und ich unterstütze Dich auf diesem Weg durch die Trauer und dem Umgang damit; egal, ob Du den Kinderwunsch verabschieden möchtest oder ihn noch weiter verfolgst. Ich helfe Dir gerne dabei, die Trauer zu stellen und Wege für Dich zu finden, die es Dir leichter machen, mit ihr umzugehen. Und wenn Du den Kinderwunsch loslassen möchtest, begleite ich Dich als Kinderwunsch Coach auch gerne auf diesem Weg. Melde Dich für ein kostenloses Kennenlern‘-Telefonat (Mail: Franziska.Ferber(@)Kindersehnusucht.de oder per SMS an 0179/5300933 oder ruf‘ einfach an: 089/38078816)- und dann kannst Du entscheiden, ob Du darauf vertrauen möchtest, dass ich Dir in dieser schweren Lebensphase gut zur Seite stehen und Dich unterstützen kann. Übrigens: Du kannst Du mir in München ins Büro kommen – aber Du musst es nicht, denn ich arbeite gerne auch per Telefon, Skype oder E-Mail. Hauptsache, Du bekommst die Unterstützung und Hilfe, die Du Dir wünschst und die Du brauchst. Mehr dazu auf www.kindersehnsucht.de. –> Also: Meld‘ Dich gerne. Ich bin für Dich da.

PS: Wenn Du mir nur von Deinen Trauererlebnissen und dem Umgang damit erzählen möchtest, kannst Du das auch gerne tun. Einfach Mail an Franziska.Ferber(@)Kindersehnsucht.de. Oder wenn Du nur eine Frage hast, meld‘ Dich ebenfalls gerne per Mail. Ich beantworte auch nur einzelne Fragen über mein Online-Angebot – wenn Du kein umfängliches Coaching haben möchtest.

PS: Die wunderbare Isa vom Blog ‚Wonderland‘ schreibt übrigens auch über die Trauer und den Weg in das Leben ohne Kind – den Weg in ein glückliches Leben ohne Kind. Ihr Artikel lohnt sich zu lesen: http://manchmal-ist-es-nie.blogspot.de/2015/07/was-wichtig-ist-teil-1.html

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