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Ich freue ich mich, eine weitere Kinderwunsch Lebensgeschichte veröffentlichen zu dürfen. Mir ist es ein Anliegen, diese unterschiedlichen Geschichten auf meinem Blog zu veröffentlichen, damit Ihr seht und merkt, dass Ihr mit Eurer Kindersehnsucht nicht alleine seid und gleichzeitig erleben könnt, wie andere Personen mit diesem Thema umgehen.
Auf meinen Aufruf hin hat sich die 39jährige T. aus München gemeldet und mir ihre persönliche Kinderwunsch-Geschichte erzählt. Ich danke Dir, liebe T., von Herzen, dass Du Deine Geschichte aufgeschrieben hast!
Zwischen Hoffnung und Trauer steht oftmals ein Magnolienbaum… für T. ist das ein Symbol, das ihr Kraft gibt. Lest hier ihre Geschichte:Magnolienbaum als Ort der Hoffnung beim Kinderwunsch
„Sie sind aber schon ganz schön alt“
„Sie gehören zur Risikogruppe.“
„In ihrem Alter sollte alles stimmen.“
Ja ich bin 39, aber als alt fühle ich mich zum Glück kein bisschen. Wenn man erst mit 30 seinen Traummann kennenlernt und dann auch noch auf dem zweiten Bildungsweg studiert, kann es schonmal vorkommen, dass ein Kinderwunsch erst später auftaucht.
Demnach hatte ich erst mit Mitte 30 den Wunsch nach einem Kind. Vorher habe ich alles dagegen getan, entweder wegen dem Mann oder weil es zeitlich nicht passte.
Auch die Entscheidung JETZT dann ein Kind zu planen ist skurril. Bei uns ist die Entscheidung dazu stehend im Meer vor Phuket im Januar 2013 gefallen. Ungewöhnlich? Finde ich nicht.
Jeder Sex ab dem Zeitpunkt war anders, schön weil kein Verhütungsstress, aber auch gespannt ob und wann es klappt.Meine damalige Frauenärztin hatte ich darüber informiert, und diese hat sich fast überschlagen mit Tipps und Ratschlägen, da sie anscheinend auch lange erfolglos probiert hat bis man auf eine Schilddrüsenunterfunktion stiess. Also ist ihr Fokus? Klar die Schilddrüse. Damit hat sie mich auch, neben ihrer piepsigen Stimme, irre gemacht. Ich habe keine Unterfunktion, habe aber nicht die gewünschten Normwerte beim TSH von 1. Schlaue Sprüche, wie Sex zu der fruchtbaren Zeit und sowas kamen natürlich auch. Ich bin allerdings durch meinen Job öfter unterwegs und meine Dienstreisen kann ich leider nicht nach meinem Zyklus richten.Die ersten Hinweise zum Thema künstliche Befruchtung und so kamen auch recht flott. Ich bin aber schon immer der Meinung, dass das für mich auf keinen Fall in Frage kommt. Ich sehe für mich dabei eine zu grosse psychische Belastung, dauerndes fiebern obs geklappt hat usw. Ich habe das bei Kollegen mitbekommen. Nein Danke. Unser Kind soll normal gezeugt werden, wenn beide Spass haben. Und wenn das nicht klappt, dann will es das Schicksal so.

Wir probierten also weiter. Die Freunde, die davon wussten, fragten natürlich immer wie so der Stand ist. Irgendwann nervt es, kein grünes Licht geben zu können.
Mich hat das alles irre gemacht. Tabletten wie L-Thyroxin nehmen, obwohl ich die eigentlich nicht bräuchte, Folsäure, Progesteron, den Zyklus mit Ovulationstest beobachten…das ich im Januar alles hinschmiss und nichts dergleichen mehr machen wollte.
Und siehe an ich wurde schwanger. Einfach so.
Ich durfte 4 Wochen wahrnehmen, wie wundervoll es ist ein Leben in sich zu tragen.
Nur leider musste ich es in der 10. Woche gehen lassen, da sein Herzchen aufgehört hat zu schlagen.

Eine Zeit der Verdrängung, Trauer, Unverständnis begann, Höhen und Tiefen wechselten sich ab. Durch Abschiednehmen, Coaching, Systemische Aufstellung, eine positive Grundeinstellung und ein tolles Umfeld habe ich das Ganze aber gut verarbeitet und bin dankbar für den kurzen Moment des Glückes.
Nun begann aber in ärztlicher Hinsicht erst recht die Tortur. Gentest, Blutuntersuchungen, noch mehr schlaue Ratschläge.
Zudem will meine Umgebung dauernd auf mich Rücksicht nehmen, da ich ja sowas schlimmes erfahren habe.

Traurige Blicke werden einem zugeworfen, wenn das Thema aufkommt und die Ratschläge nehmen kein Ende.
Traurige Momente kommen trotzdem immer mal wieder hoch. Was tue ich da? Wahrnehmen, mich manchmal einfach der Traurigkeit hingeben – warum auch nicht – aber auch den schönen Dingen in meinem Leben bewusst werden.
Ich denke, dass ist auch das was für mich am Wichtigsten ist, die Dankbarkeit für alles was ich in meinem Leben erfahren darf, bewusst zu machen.

Das Kind ist trotz allem bei uns, ich trage ein Sternchen als Anhänger um den Hals, habe das Ultraschallbild aufgestellt, denn es ist Teil unseres Lebens und unser erstes Kind – wenn auch bei den Sternen.

Ich bin weiterhin der Auffassung, dass der Wunsch bzw auch Verluste nicht totgeschwiegen werden sollten, da es einen innerlich auffressen kann und andere Betroffene sicher froh sind, wenn sie Betroffene finden mit denen sie sich austauschen können.
Über die negativen Seiten Eltern zu sein, Schlafmangel zu haben, das quängelnde Kind nicht beruhigen zu können, ausserhalb der Ferien verreisen zu können, lächle ich hinweg und geniesse meine Jugendlichkeit und den Luxus einfach ein glückliches Paar in München zu sein.

Ich integriere den noch bestehenden Wunsch in mein Leben, indem ich für mich allein passende Methoden finde, wie Yoga, Entspannung, Sport, Homöopathie, schöne Abende und auch Reisen. Denn welches Kind möchte in einem unzufriedenem Körper schon wachsen?

PS: T. schreibt in ihrem Beitrag, dass ihr Coaching geholfen habe, besser mit dem Kinderwunsch umzugehen. Wenn auch Du Dir solche Hilfe wünschst, bist Du bei mir richtig. Denn ich bin Kinderwunsch Coach und sehr erfahren darin, Menschen auf ihrem Weg mit dem Kinderwunsch zu begleiten. Melde Dich gerne für ein kostenloses Kennenlern‘-Telefonat oder direkt einen Termin bei mir. Schreib‘ mir doch eine E-Mail an Franziska.Ferber(@)Kindersehnsucht.de oder ruf‘ mich schnell an: 089/38078816! Du wirst sehen: Der erste Schritt braucht vielleicht eine Prise Mut – aber mit mir an Deiner Seite geht es Dir schon bald viel besser; weil Du Deine ganzen Gedanken und Erlebnisse nicht mehr alleine ver- und bearbeiten musst. Also: Trau‘ Dich!
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